Deutschland erhält für die nächsten sieben Jahre (2014-2020) 19,235 Mrd. Euro aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds

In der letzten Förderperiode (2007-13) wurden in Deutschland mit Unterstützung der Kohäsionspolitik bisher 88.000 Arbeitsplätze geschaffen, 6.500 Unternehmensgründungen gefördert und 5.900 Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstützt. Über 4,3 Millionen Personen in Deutschland haben an ESF-Maßnahmen teilgenommen. Hier finden Sie weitere Informationen und konkrete Beispiele.

In der Periode 2014-2020 werden in Deutschland 32 Operationelle Programmeim Bereich der EU-Kohäsionspolitik umgesetzt. Ein nationales Programm wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. 15 regionale Programme werden durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), weitere 15 regionale Programme durch den ESF gefördert. In Niedersachsen wird ein Programm vom EFRE und dem ESF gefördert.

Wie viel Geld der EU wird in Deutschland investiert (2014-2020)?

Deutschland erhält für die Periode 2014-2020 insgesamt 19,2 Mrd. EUR (laufende Preise) aus Mitteln der Kohäsionspolitik.

  • 9,7 Mrd. EUR für Übergangsregionen (BIP pro Kopf < 75% - 90% des EU-28 Durchschnitts)
  • 8,6 Mrd. EUR für stärker entwickelte Regionen (BIP pro Kopf > 90% des EU-28 Durchschnitts)
  • 0,9 Mrd. EUR für Europäische Territoriale Zusammenarbeit

Davon entfällt auf den ESF ein Anteil von 7,5 Mrd. EUR.

Welche sind die zentralen Investitionsprioritäten in Deutschland?

Die Kohäsionspolitik wird in der Bundesrepublik zum größten Teil auf Ebene der Bundesländer im Rahmen von regionalen Operationalen Programmen umgesetzt. Daher adressieren die einzelnen Programme unterschiedliche Ziele, um den unterschiedlichen regionalen Bedingungen gerecht zu werden. Im Rahmen einer Partnerschaftsvereinbarung haben sich die Kommission und Deutschland auf die endgültigen Investitionsschwerpunkte verständigt:

Förderprioritäten:

  • Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation;
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der KMU;
  • Förderung der Bestrebungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen in allen Bereichen der Wirtschaft;
  • Arbeitsmarktpotentiale nutzen, soziale Inklusion stärken und Bildungserfolge steigern

Was sind die Ergebnisse der Kohäsionspolitik in Deutschland?

In der Periode 2007-2013 wurden bisher in Deutschland mit Unterstützung der Kohäsionspolitik
  • 88.000 Arbeitsplätze geschaffen
  • 6.500 Start-ups und Unternehmensgründungen gefördert und,
  • 5.900 Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstützt.
Darüber hinaus stellt der Europäische Sozialfonds finanzielle Mittel für ein breites Spektrum an Maßnahmen zur Verfügung, welche unter anderem
  • auf die Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit und
  • Qualifizierung von jungen Arbeitnehmern und Langzeitarbeitslosen zielen, zur Armutsbekämpfung in Deutschland beitragen und die Geschlechtergleichberechtigung fördern.

Insgesamt haben über 4,3 Millionen Personen an ESF-Maßnahmen teilgenommen.

Mehr Informationen zu Projekten der EU-Kohäsionspolitik

Für weitere Projektbeispiele und Links zu allen Begünstigten der EU-Kohäsionspolitik, siehe:

Pressekontakte

Katrin Abele, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Pressestelle
Tel. +49 (0)30 2280 2140, undefinedkatrin.abele(at)ec.europa.eu

Gabriele Imhoff, Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Pressestelle
Tel. +49 (0)30 2280 2820, undefinedgabriele.imhoff(at)ec.europa.eu

Jakub Adamowicz, Pressesprecher der EU-Kommission für Verkehr
Tel. +32 (0)2 29 50595, undefinedjakub.adamowicz(at)ec.europa.eu

Christian Wigand, Pressesprecher der EU-Kommission für Beschäftigung und Soziales
Tel. +32(0)2 29 62253, undefinedchristian.wigand(at)ec.europa.eu

Welche Art von Projekten erhalten Unterstützung?

Der Hamburger Weiterbildungsbonus

Der Hamburger Weiterbildungsbonus fördert die berufliche Weiterbildung und Qualifizierung von Auszubildenden, Beschäftigten aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie von Personalverantwortlichen und Selbstständigen. Auch Unternehmen können bei der Personalentwicklung beraten und auf Fördermöglichkeiten hingewiesen werden. Der Europäische Sozialfonds (ESF) fördert das Projekt von 2009 bis 2014 mit rund 7 Millionen Euro.

Seit 2009 haben bereits 6.000 Hamburger/innen aus über 3.000 Betrieben den Weiterbildungsbonus in Anspruch genommen und eine berufliche Weiterbildung absolviert.

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Erlebnis-Museum „wortreich“ in Bad Hersfeld

© „wortreich" in Bad Hersfeld gGmbH
Das Erlebnis-Museum „wortreich“ in Bad Hersfeld ist ein bislang einmaliges Konzept in der Bundesrepublik Deutschland: An über 90 interaktiven Stationen können die Gäste Sprache und Kommunikation selbst entdecken und erforschen.

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung EFRE hat den Bau und die Umsetzung mit 4.698.700 Euro bezuschusst. Inzwischen zieht das Museum jährlich ungefähr 50.000 Besucher an.

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Kompetenzzentrum "Gestalter im Handwerk"

© Kompetenzzentrum "Gestalter im Handwerk"
Gezielte Weiterbildung von Handwerker/innen in Gestaltungsfragen bietet das Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“.

Das Programm ist vielseitig: Naturstudium, Gestaltungslehre, Typografie, komplexes und experimentelles Gestalten, Layout, CAD Fotografie, angeleitet von erfahrenen Dozenten/innen – Absolventen/innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Außerdem bereichern Veranstaltungen zu Kulturgeschichte, Präsentationstechnik und Marketing das Weiterbildungsprogramm. Ziel ist der Wissenstransfer aus dem Kreativbereich in das Handwerk. Kooperationspartner ist die Handwerkskammer Halle.

Das Projekt wird seit dem 1. Januar 2010 bis Ende 2014 mit rund 600.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt.

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Cooperate in Optics

© ORAFOL Fresnel Optics GmbH
Die „CoOPTICS Initiative“ unter Leitung der CoOPTICS GmbH (heute OptoNet CoOPTICS GmbH) aus Thüringen hat im europaweiten Wettbewerb „RegioStars 2013“ in der Kategorie „Smart Growth“ die Finalrunde der 6 besten Ideen erreicht. Dieser Preis zeichnet innovative Projekte aus, die mit EU-Mitteln gefördert wurden und einen wesentlichen Beitrag zur „Europa-2020“-Strategie der EU-Kommission leisten.

Die CoOPTICS-Initiative Jena ist ein Zusammenschluss von optischen Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen, die für acht innovative F&E-Verbundprojekte mit rund 16 Mio. Euro aus dem Europäischen Regionalfonds (EFRE) unterstützt wurden und die einen Beitrag geleistet hat, um Thüringen auch in Zukunft zu einem Vorzeigestandort der optischen Technologien in Europa zu machen.

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